Zu Besuch bei George Clooney

Ok, ich gebe es ja zu. Wir waren nicht wirklich bei George Clooney daheim. Dafür aber an „seinem“ See. Und wir wissen jetzt auch, was den Multimillionär dazu bewogen hat, sich ausgerechnet am Comer See ein Häuschen zu kaufen. Es handelt sich dabei schlicht und einfach um eines der zauberhaftesten Fleckchen auf unserer Erde. Nicht so überlaufen wie der Lago Maggiore, den wir drei Jahre zuvor besucht haben, und irgendwie idyllischer als der Gardasee (Zumindest liest man das überall. Mein letzter Besuch des Gardasees liegt mehr als zwei Jahrzehnte zurück und die Erinnerung ist daher irgendwie schwammig). Besonderes Highlight: Bellagio. Und nein, nicht die billige Kopie in Las Vegas. Das originale Dorf in Italien!!

Es ist wieder einmal früh am Morgen (nun ja, eigentlich nicht. Aber nach nur drei Stunden Schlaf fühlt es sich so an) und wir machen uns auf den Weg zum Comer See. Da wir bereits in der Schweiz sind, haben wir es nicht weit bis zum San Bernardino. Leider katapultiert uns der kilometerlange Stau am Tunnel zeitlich wieder zurück an die deutsch-schweizer Grenze – doch halt, ist da nicht eine Ausfahrt? In letzter Sekunde entscheiden wir uns dafür, den Splügenpass über die Alpen zu nehmen. Übrigens keine gute Idee, wenn man die Nacht zuvor auf einem Hochzeitsfest verbracht hat und das Auto über altersschwache Bremsen verfügt.. Nach einigen Stopps an diversen Haltebuchten geht es Auto und Mitfahrer dann endlich wieder besser und wir können unsere Reise an den See fortsetzen.

Nachdem uns die größte Stadt Como auf den ersten Blick irgendwie nicht so gefällt, fahren wir weiter nach Bellagio. Schließlich soll das kleine Dorf am See einen ganz besonderen Zauber versprühen. Auf schmalen Bergsträßchen schlängeln wir uns immer weiter am See entlang (etwas übel kann einem dabei schon werden – besonders unter den nachwirkenden Begleitumständen), müssen mehrmals eine Vollbremsung einlegen, da die Straße an manchen Stellen nicht breit genug für zwei Autos ist und finden uns schließlich auf einer kleinen Anhöhe wieder, von der man einen wundervollen Blick auf den See genießt. Genau hier möchten wir bleiben! Am nächsten Hotel halten wir an und wählen damit unwissenderweise die Unterkunft mit der schönsten Sicht auf den See – bei dem Blick wird sogar George Clooney neidisch, der leider mit dem anderen Ufer vorlieb nehmen muss.

Beim Baden im kühlen Wasser des Sees werden im Anschluss alle Kater weggewaschen und unsere versandeten Augen können sich kaum sattsehen an den grünen Wiesen, den Zypressen und Olivenbäumen sowie an den historischen Gebäuden des Dorfes. Lediglich das Eis am Abend erinnert uns daran, dass wir an einem Touristenort gelandet sind. Schade, dabei war das Trugbild doch beinahe perfekt!

Nichtsdestotrotz wollen wir mehr von der italienischen Idylle und begeben uns am nächsten Morgen zur Villa Melzi, die von einem wunderbaren Park umgeben wird. Bekannt ist sie vor allem für ihr Denkmal von Dante Alighieri. Am See entlang geht es von der Villa weiter Richtung Dorfmitte, wo wir die kleinen steilen Gässchen erkunden und bereits Pläne für den Nachmittag in Bergamo schmieden..

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