Oman – Muscat

„Small paper where?“ – Eine Reise in den Oman

Um 5 Uhr morgens ging unsere Reise in Dubai los – schließlich wollten wir die Strecke nach Muscat mit dem Auto zurücklegen. Zunächst hieß es an der Hatta-Grenze erst mal wieder gefühlte 1000 Check-Points passieren, bis wir dann nach der Bezahlung von 100 Dirham endlich im Oman waren. Kaum über der Grenze, erwartete uns überall Grün. Im Oman gibt es Bäume und bunte Blumen und grünes Gras! Dieser Anblick hat uns nach 2 Monaten Wüste und Wolkenkratzer erst einmal richtig von den Socken gehauen. In Dubai investiert man eben lieber in Beton und Inder. Aber das ist eine andere Geschichte.

Auf unserem Weg nach Muscat haben wir einen weiteren rekordverdächtigen arabischen Unsinn entdeckt – die wahrscheinlich längste Stadt der Welt, die sich von der Grenze in Hatta bis nach Muscat, also ca. 400 km, entlang des Highways erstreckt.

Doch auch diese Stadt war irgendwann einmal zu Ende, sodass wir uns zu guter Letzt in Muscat und kurz darauf in unserem Hotel mit dem imposanten Namen „Al Bustan Palace, A Ritz-Carlton Hotel“ befanden. Das an einen Palast erinnernde Gebäude verfügt über eine Lobby, die jede Kirche in den Schatten stellt, mehrere Infinity-Pools, einen ein Kilometer langen Privatstrand, Cabanas, Strandbar, Beach Restaurant und vielem mehr. Hier haben wir uns ausgiebig von der fast fünfstündigen Reise erholt, ein 60 Euro teures Mittagessen, bestehend aus Sandwiches, Obst und Cocktails verzehrt und wurden zudem mit kostenlosen Früchten, Saft und einer Kühlbox mit Wasser versorgt. Einfach himmlisch!

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Abends ging es dann im Beach Restaurant des Hotels essen. Zum Glück hatten wir wegen des ausgiebigen Mittagessens nicht ganz so viel Hunger und haben deshalb beschlossen uns einen Salat und einen Seafood-Teller zu teilen. Preislich gesehen war das eine sehr gute Idee, da wir für diese zwei Gerichte und zwei Gläser Wein über 100 Euro hingeblättert haben.

Am nächsten Tag haben wir uns wieder früh aus dem Bett gequält, um Muscat unsicher zu machen. Zunächst haben wir uns der Moschee gewidmet – ein wirklich wunderschönes Exemplar und gleichzeitig viertgrößte Moschee der Welt. Der Besuch hat sich definitiv gelohnt. Für Frauen gilt selbstvertändlich, dass beim Betrete Haare, Arme und Beine bedeckt müssen, Männer sollten zumindest lange Hosen tragen. Im dazugehörigen Informationszentrum kann man sich zudem noch über den Islam informieren.

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Nach der Moschee war der Souk an der Reihe, der Dubais Souks wirklich um Welten schlägt. Nicht nur, dank eines vielfältigeren Angebots, sondern auch aufgrund der authentischeren Atmosphäre. Danach haben wir die letzte Station unserer Sightseeing-Tour angesteuert, den Palast des Sultans. Das erste Mal sind wir glatt an diesem vorbei gefahren, woraus man richtigerweise schließen kann, dass dieser nicht ganz so beeindruckend war.

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Nach einem Nachmittag am Pool und Kaffee in der Hotellobby mussten wir uns dann leider schon wieder auf den Heimweg machen. Im Dunkeln haben wir dann, unterbrochen von einigen Vollbremsungen wegen den vielen Leuten, die ständig den Highway überquert haben, die omanische Grenze passiert, nur um bei der etwa 20 km entfernten Emirati-Grenze zu erfahren, dass wir wieder umdrehen müssen, um einen Exit Stamp zu besorgen. Also wieder zurück in den Oman, Kofferraum durchleuchten lassen, dafür ein Papierstück in der Größe eines Parkscheins erhalten, Stempel abholen, am nächsten Checkpoint das Papier wieder abgeben, worauf wir mit der in den Emiraten grammatikalisch vollkommen korrekten Frage „small paper where?“ hingewiesen wurden und das ganze wieder zurück. Dieses Mal gab es dann endlich ein neues Touristenvisum für mich sowie die Erkenntnis, das wir für die Autofahrt (fast 900 km) nicht mehr als 13 Euro ausgegeben haben – so viel hat nämlich eine komplette Tankfüllung im Oman gekostet.

Ein Gedanke zu “Oman – Muscat

  1. Pingback: Oman – Abenteuerreise durch das Land des Sultans | Reisenovellen

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